So, Dec 16, 2018

Frühzeit

Die Besiedlung der Stadt Schässburg ging vermutlich von der Unterstadt aus.

Die Mongolenstürme im 13. Und 14. Jahrhundert brachten jedoch schlimme Verwüstungen und Plünderungen mit sich, so dass man den Ausbau der Burganlage und der Oberstadt beschleunigte.

Im 15. Jahrhundert gab es für die Einwohner der mittlerweile gut entwickelten Unterstadt keinen schützenden Mauergürtel wie oben in der Burg.Allerdings gab es eine Reihe von Befestigungen in Form von Türmen und Toren, die zumindest  die wichtigsten Zugänge zum Marktplatz versperrten und feindliche Angriffe solange aufhielten, bis sich die Bewohner zusammen mit ihren wertvollsten Gütern in die Burg gerettet hatten.

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Mittelalter

 Auf der Mühlgasse ( heute Str Octavian Goga) gab es damals insgesamt 3 Verteidigungstore. Die erste Befestigung bildete  der imposante Fischerturm, neben der Mühle und dem dazwischen befindlichen Mühlgässer Tor, darauf folgte  am Ende der Mühlgasse, am Eingang zum Marktplatz, ein weiteres Tor und dazwischen, auf Höhe des heutigen Treppenaufgangs zur Burg ein drittes.

Desweiteren befand sich ein Zugangstor, das sog. Spitalstor am einen Ende des Marktplatzes, direkt zwischen der Spitalskirche ( heutiges Schulgebäude auf ihren Grundmauern ) und dem Kommandantenhaus.

Ein weiteres Tor, das sog. Hüllgässer Tor sicherte den Zugang von Nordosten, ungefähr da, wo heute das Misselbacher Haus steht.

Ein kleines Bollwerk an sich stellte das schon ca. 1500 ummauerte Spital mitsamt der Kirche des heiligen Antonius dar. Im Übrigen ist diese  Kirche schon im Jahr 1461 urkundlich als Armenhaus ( Spital) erwähnt. Ein wichtiges Ereignis in ihrer Geschichte war die Ernennung  Achatius’ Barcsais als Gegenfürst von Siebenbürgen.

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XVII. - XX. Jhdt.

Von den mittelalterlichen Befestigungen der Unterstadt gibt es heute leider keine einzige mehr, sie wurden im 19. Jhdt allesamt abgetragen, genauso wie die Spitalskirche mitsamt Ummauerung und Turm.

Mit einer Ausnahme: Das Steilautürmchen am Westeingang der Stadt ( von Tirgu Mures kommend), dessen Bedeutung heutzutage nicht mehr mit Sicherheit zu bestimmen ist. Es könnte sowohl ein Denkmal sein , das an die von M. Corvinus im Jahr 1461 zugesicherte

Königsrichterwahl erinnert, als auch  eine sogenannte Mundatssäule ( Wahrzeichen der Gerichtsbarkeit) bzw. ein Bildstock, gewidmet der Hl. Anna. Eine weitere Legende  besagt dass an ihrer Stelle der türkische Heerführer Ali Pascha durch einen Schuss aus dem Goldschmiedeturm getötet wurde.

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